118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

Fahrzeugportraits nach Bellingrodtschem Ideal
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Günter T
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118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#1 Beitrag von Günter T » So 17. Feb 2019, 15:42

Hallo,

vor 4 Jahren hatte ich mal bei DSO einige Bilder der 118 (ex E 18) mit Nummern zwischen 002 und 010 gezeigt:
https://www.drehscheibe-online.de/foren ... sg-7151286

Heute eine Fortsetzung mit Nummern zwischen 014 und 029. Die Bilder entstanden in den Jahren 1979, 1980 und 1983. Die Maschinen waren damals in Würzburg beheimatet.



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Bild 1:
Die 118 014 erwischte ich leider erst nach Ihrer z-Stellung (29.05.1983) am 7. Juli 1983 in Würzburg-Zell. 47 Jahre zuvor war sie dem Bw Hirschberg zugeteilt worden und machte sich ein paar Jahre in Schlesien nützlich. Im Mai 1985 zerlegte man sie schließlich in Mülheim-Speldorf.





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Bild 2:
Am 18. September 1979 begegnete mir in Neckarelz das Vorbild der derzeit bei Modellbahnern bekannten 118 020 mit dem E 2657 (Saarbrücken Hbf 12.17 – Heidelberg Hbf an 14.18; nach Lokwechsel auf 118 ab 14.34 – Würzburg Hbf 16.49). Zugreihung: Vorkriegs-Packwagen, Bn, ABn, Bn.





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Bild 3:
Knapp ein halbes Jahr später, am 25. Februar 1980, war sie wieder am Neckar westlich von Zwingenberg mit dem E 2658 (Hof 8.32 – Bamberg – Lokwechsel auf 118 in Würzburg – Lokwechsel in Heidelberg auf 110 – Mannheim – Kaiserslautern 15.43) unterwegs.
Zugreihung hier: Bn, ABn, Bn, MD.





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Bild 4:
Die näher gekommene Maschine war mir ein zusätzliches Dia wert.
Am 3. Juni 1984 wurde sie z-gestellt und Ende Juli 1984 ausgemustert. Erst im Mai 1986 zerlegte man sie.





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Bild 5:
Auf Gleis 9 im Nürnberger Hbf wartete am 25. April 1979 die 118 021 mit ihrem E 3414 auf die Abfahrt um 15.17 Uhr nach Coburg (an 16.54).





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Bild 6:
Ich nahm damals die 118 021 auch mehr aus der Nähe auf.





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Bild 7:
Zwei Wochen später, am 7. Mai 1979, begegnete ich der 118 021 gegen 21 Uhr im Regensburger Hbf. Sie sollte den 6455 (Regensburg ab 21.13 – Plattling 22.13) befördern. Solche Nachtaufnahmen mit Diafilmen gestalteten sich viel schwieriger als heute mit den digitalen Geräten. Natürlich ging das nicht ohne Stativ.
Problematischer war noch die Frage der Übernachtung für mich mit meinem Monats-Tramper-Ticket: Ich hatte mich zwar telefonisch in der Regensburger Jugendherberge angemeldet, aber bei meiner Faszination über das nächtliche Geschehen im Hauptbahnhof den Ernst der fortgeschrittenen Zeit unterschätzt. Als ich jedenfalls nach 22 Uhr bei der verschlossenen und eigentlich völlig dunklen DJH klingelte, verkündete mir der Herbergsvater von oben aus dem Fenster, dass er nicht mehr öffnen wolle. Meine forsche Antwort „Macht nix – dann übernachte ich eben in der Bahn!“ weckte jedoch seine Neugier (oder sein Mitleid?), und nach kurzem Geplänkel über das Monats-Tramper-Ticket durfte ich dann doch noch rein.





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Bild 8:
Nach meiner Erinnerung war ich damals in der Regensburger DJH der einzige Gast und konnte ungestört bis zum frühen Morgen schlafen. Nach der Abmeldung noch schnell zum Bäcker, und wieder in den Hauptbahnhof. Dort erlebte ich die Abfertigung des E 3031 (Hof 5.08 – Regensburg an 7.36; Lokwechsel auf 118 021; ab 7.51 – Landshut – München Hbf 9.24).





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Bild 9:
Am 8. August 1980 sah ich die 118 021 ein letztes Mal, und zwar im Bw Würzburg.



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Bild 10:
Dieser Treibradsatz stand neben der Lok.
Am 10. November 1980 war die z-Stellung, die Ausmusterung am 29. Mai 1981. Zerlegt wurde sie noch im November des gleichen Jahres.





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Bild 11:
Nun zur 118 022, die ich am 11. April 1979 in Lichtenfels vor dem E 3513 erblickte. Der Zug wurde dort eingesetzt und sollte um 7.52 nach Bamberg fahren (an 8.16).
Die 118 022 war bis Ende Mai 1983 im Dienst.





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Bild 12:
Lichtenfels am 7. Mai 1979: 118 025 mit dem E 3415 (Neustadt bei Coburg 10.10 – Nürnberg Hbf 12.23).
Sie war erst 8 Tage zuvor aus dem AW München-Freimann (Schadgruppe E2.8) entlassen worden.
Auch sie schied Ende Mai 1983 aus dem Dienst.





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Bild 13:
Im Bw Würzburg stand am 8. August 1980 die 118 027. Erster Dienstort war im Jahr 1936 Leipzig. In Würzburg wurde sie am 19. Januar 1982 z-gestellt und zerlegt wurde sie am 4. Mai 1983 im AW München-Freimann.
Die Tasche im Vordergrund ließ ich gewähren, da sie einem Lokführer gehörte ….





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Bild 14:
Die 118 028 am 11. April 1979 in Lichtenfels. Sie sollte um 14.11 Uhr von Lichtenfels nach Bamberg fahren; dort an um 14.44.
Für diese Lackierung konnte ich mich nie erwärmen.



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Bild 15:
Auch hier etwas näher ran an die Lok.





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Bild 16:
Ein letztes Mal sah ich die 118 028 am 7. Juli 1983 abgestellt in Würzburg-Zell.
z 29.05.1983, + 30.11.1983, ++ 09.1985





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Bild 17:
Bei Neckargemünd machte ich am 25. Februar 1980 dieses Bild des E 2552 aus Würzburg mit der 118 029 vom anderen Neckarufer.
Zugreihung: ABm 223, Bm 232, Bm 232, BDms 273.
Einzelheiten zum Zug könnt Ihr dem folgenden Auszug aus dem einschlägigen Zp BR entnehmen. In der Zeit von 10.09 bis 10.26 Uhr erfolgte im Heidelberger Hbf der Lokwechsel auf eine 110, die bis Saarbrücken fuhr.


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Bild 18:
Die 118 029 kehrte dann aus Heidelberg auf der Neckarbahn mit dem E 2657 (Saarbrücken 12.17 – 14.18 Heidelberg 14.34 – Würzburg 16.49) zurück, wo ich sie im Bahnhof Zwingenberg ablichtete.





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Bild 19:
Am 13. Juli 1983 begegnete die 118 029 Andreas und mir bei der Einfahrt in Plattling. Links war gerade die 118 050 mit ihrem E 3425 (Regensburg 14.16 – Plattling 14.55) eingetroffen, als die 118 029 mit dem E 3085 (Passau 14.22 – 14.58 Plattling 15.01 – Landshut – München Hbf 16.44) einfuhr.





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Bild 20:
Die 118 029 kurz vor der Abfahrt in Plattling.
Sie durfte nur noch drei Monate unterwegs sein: z 29.09.1983, + 29.02.1984, ++ Mai 1986.


Eine Fortsetzung mit weiteren Bildern der Würzburger 118 wird nicht so lange auf sich warten lassen.

Es grüßt Euch
Günter
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Ralf1972
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#2 Beitrag von Ralf1972 » So 17. Feb 2019, 20:23

Hallo Günter,

bei dem Foto mit der Tasche musste ich schmunzeln. Als ich anfing wollte ich auch solch ein Tasche haben, ich dachte als Lokführer muss das so sein. Viele ältere Lokbi hatten solch ein Tasche. Also kaufte ich mir eine, war nicht mal billig. Sie hat mich allerdings vom ersten Tag an genervt. Immer am langen Arm bei Fußwegen, das auf- und absteigen war nervig. Ich bin dann also schnell beim Rucksack gelandet, benutze ich heute noch.

Die Nachtaufnahme mit dem hellen Führerstand ist wirklich toll. Ich habe mich früher öfter mal an solchen Aufnahmen versucht, bin immer gescheitert. Dagegen ist das heute Kindergeburtstag und es bekommt eigentlich jeder hin.

An der E18 finde ich die konstruktiven Merkmale, besonders des Fahrwerks, faszinierend. Die Zusammenfasssung der Laufachse mit der ersten Treibachse findet man auch bei Dampflokomotiven wieder, dort holten sich die Konstrkteure wohl Lösungsideen.

Danke für den schönen Beitrag :super:
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MartinM
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#3 Beitrag von MartinM » So 17. Feb 2019, 20:26

Hallo Günter,

Vielen Dank für deinen tollen Beitrag , wieder neues Vorbildmaterial für meine 118 020 von Piko :

Bild118 020 by Martin Morkowsky, auf Flickr

Gruß Martin

Holger
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#4 Beitrag von Holger » Mo 18. Feb 2019, 21:26

Hallo Günter,

:Danke:

Leider waren die E18 zu Beginn meiner fotografischen Tätigkeit schon Geschichte.

:klasse: , wie du auch das Umfeld auf dem ahnsteig eingefangen hast, sowie bei Bild 20 in Plattling oder bei 13 in Lichtenfels. Jedenfalls stand der E18 der k...farbene, besser gesagt türkis-beige besser als der V200. Wobei die E18 schon 40 Jahre alt war.

:Großmeister:
Grüße von der Kerkerbachbahn
Holger

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gt
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#5 Beitrag von gt » Mo 18. Feb 2019, 23:00

Hallo Günter,

:super:

Bild 3 ist mein Favorit.

Vielen Dank

Gerd
Herzliche Grüße

Gerd


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Für alle von mir gezeigten Bilder gilt: Copyright Gerd Tierbach. Alle gezeigten Bilder sind urheberechtlich geschützt.

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WolfgangZ
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#6 Beitrag von WolfgangZ » Di 19. Feb 2019, 12:57

Hallo Günter,

Aufnahmen, die mit sehr viel Weitsicht aufgenommen wurden. Ich dagegen habe nur eine Handvoll Bilder/Dias, die halt so nebenbei entstanden sind.

Das Bild der 118 028 bestätigt mein Vorurteil gegen türkis-beige. Es mag ja Loks gegeben haben, denen das Farbkleid stand, die 118 hat es in meinem Augen entstellt.

Danke für deinen tollen Rückblick.
Wolfgang

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Ralf1972
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#7 Beitrag von Ralf1972 » Mi 20. Feb 2019, 12:05

Hallo,

ich habe gerade überlegt warum das blau-beige der Lok nicht stand, genau wie der V200 nicht. Dachte dann, es liegt an der rundlichen Kopfform, einer V160 stand das blau-beige gar nicht so schlecht weil sie etwas eckiger war. Dann aber dachte ich an die 103, die ist ja vorne auch rund und waagrecht zweigeteilt lackiert. Und der steht das ja sehr gut. Woran liegt das wohl? An dem zusätzlichen dünnen Streifen bei der 103?
Oder liegt es einfach daran das uns die Lackierung am besten gefällt in der wir eine Lok kennenlernen? Ich glaube ja es liegt daran. Orientrot mit Latz fand ich immer hässlich, mit einer Ausnahme. Bei der 120. Weil die genauso in den Verkehr kam, zumindest die Serienloks.

Wie denkt ihr darüber?
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Günter T
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#8 Beitrag von Günter T » Do 21. Feb 2019, 09:05

Hallo Ralf,

da hast Du einen Fragenkomplex aufgeworfen, der mir bislang noch nicht bewußt war. Ich hatte eigentlich nur nach Gefühl geurteilt.
Zwei wesentliche Gesichtspunkte hast Du m. E. schon erwähnt: Kopfform und zusätzliche Farbbinde.
Bevor wir hierzu Stellung nehmen, will ich mal vier bekannte Lokomotivbaureihen bildlich nebeneinander stellen - vielleicht hilft das bei der Erkenntnisgewinnung.


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Folgendes ist mir aber auch klar: Eckigen Kopfformen harmonieren mit Ozeanblau/Beige.
Und Rot/Beige ist schöner. Bei der 220 entsteht deutlich ein beiger "Blähbauch".

Es grüßt
Günter

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Ralf1972
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#9 Beitrag von Ralf1972 » So 24. Feb 2019, 18:49

Hallo Günter,

Ja, rot-beige finde ich auch schöner, keine Frage. Und die zusätzliche Farbbinde tut auch gut, mich würde interessieren wie die 118 und die 221 mit solch einer Binde aussehen würden.
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Holger
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Re: 118 (ex E 18), Nummern zwischen 014 u. 029 (1979-1983, 20B)

#10 Beitrag von Holger » So 24. Feb 2019, 19:32

Günter T hat geschrieben:
Do 21. Feb 2019, 09:05

Und Rot/Beige ist schöner. Bei der 220 entsteht deutlich ein beiger "Blähbauch".
Die Stärke oder Breite diese ozeanblauen Streifens spielt sicher auch eine Rolle. Bei der 216 ist er im Gegensatz zur V200 recht schmal, oben dann der zusätzliche Streifen. Bei der V200 ist der Streifen von Rahmenunterkante bis zur Höhe der Lampen ausgeführt. Bei der 103 kommt der dunkelgraue Rahmen dazu, der den roten Umlauf abgrenzt.

Danke Günter für die Vergleichsaufnahmen
Grüße von der Kerkerbachbahn
Holger

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